Maßnahmen des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“

Mittwoch, 21. April 2021

Folgende Maßnahmen umfasst das Bundesprogramm:


  • Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot fortführen):
    Ausbildende KMU, die ihre Ausbildungsleistung trotz Pandemiebelastung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, werden mit einer Ausbildungsprämie gefördert. Sie erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 € (nach Abschluss der Probezeit). Für das kommende Ausbildungsjahr steigt die Prämie auf 4.000 €.
  • Ausbildungsprämie plus (Ausbildungsangebot erhöhen):
    Ausbildende KMU, die ihre Ausbildungsleistung trotz Pandemiebelastung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen, erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 € (nach Abschluss der Probezeit). Für das kommende Ausbildungsjahr steigt die Prämie auf 6.000 €.
  • Vermeidung von Kurzarbeit:
    KMU, die trotz erheblichen Arbeitsausfalls (mindestens 50 Prozent) ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist. Zusätzlich wird auch die Ausbildervergütung bezuschusst.
  • Auftrags- und Verbundausbildung:
    Wenn KMU die Ausbildung pandemiebedingt temporär nicht fortsetzen können, können andere KMU, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister befristet die Ausbildung übernehmen und dafür eine Prämie von 4.000 € je Auszubildender bzw. Auszubildendem erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden KMU vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern. Künftig kann auch der Stammausbildungsbetrieb die Förderung beantragen. Die Förderung wird zudem flexibilisiert: die Mindestdauer der geförderten Auftrags- oder Verbundausbildung sinkt auf vier Wochen. Die Förderhöhe wird künftig 450 EUR pro Woche betragen, höchstens 8.100 EUR (das entspricht 18 Wochen).
  • Übernahmeprämie:
    Betriebe, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen Unternehmen jeder Größe bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, können je Auszubildender bzw. Auszubildendem eine Prämie von 6.000 € erhalten - unabhängig von ihrer Betriebsgröße. Die Prämie wird auch dann gezahlt, wenn Auszubildende übernommen werden, deren Ausbildungsvertrag pandemiebedingt gekündigt oder aufgelöst wurde.
  • Lockdown II-Sonderzuschuss:
    Ausbildende Kleinstunternehmen können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 1.000 EUR für jede(n) Auszubildende(n) erhalten, wenn das Unternehmen pandemiebedingt seit November 2020 seine Geschäftstätigkeit völlig oder weitgehend einstellen musste.
  • Förderung von Prüfungsvorbereitungen:
    Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts vom 17. März 2021 kann ein besonders von der Pandemie betroffener Ausbildungsbetrieb mit bis zu 499 Mitarbeitenden einen Zuschuss zu den Kosten erhalten, die ihm dadurch entstehen, dass er seinen Auszubildenden Prüfungsvorbereitungslehrgänge zur Verfügung stellt. Der Zuschuss wird 50 % der entstandenen Kosten, maximal 500 EUR betragen.

Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen können diese Unterstützungen bei den örtlichen Arbeitsagenturen beantragen. Alle Informationen rund um die Antragstellung finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.