Corona-Arbeitsschutzverordnung - Das sind die neuen Regeln fürs Homeoffice und im Büro

Regelung zur Arbeit im Homeoffice

Die neue Arbeitsschutzverordnung (§ 2 Abs. 4 Corona-ArbSchV) verpflichtet die Arbeitgeber:innen den Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen. Nur wenn zwingende betriebsbedingte Gründe entgegenstehen, soll von einer Verlagerung dieser Tätigkeiten abgesehen werden können. Die Regelung gilt unabhängig von einer bestimmten Betriebsgröße und dem jeweiligen Inzidenzwert.

Das Angebot des Arbeitgebers kann auch mündlich erfolgen, sollte aber zu Nachweiszwecken dokumentiert werden. Ziel dieser Regelung soll es sein, Kontakte am Arbeitsort, aber auch auf dem Weg zur Arbeit zu reduzieren. Für die Arbeitnehmer:innen besteht keine Verpflichtung zur Annahme und Umsetzung des Angebots.

Die Schutz-Maßnahmen für die Arbeit im Büro im Überblick:

  • Abstand: In Räumen, die von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, muss ein Platz von mindestens 10 Quadratmetern pro Person zur Verfügung stehen. Sollte dies nicht möglich sein, soll der Schutz durch regelmäßiges Lüften und der Aufstellung von Trennwänden gewährleistet werden.
  • Gruppierung: In Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern müssen diese in feste, möglichst kleine Arbeitsgruppen eingeteilt werden. Auch zeitversetztes Arbeiten ist zu ermöglichen, soweit die betrieblichen Gegebenheiten dies zulassen.
  • Schutzmasken: Können diese Abstands- und Schutzregeln nicht eingehalten werden, müssen die Unternehmen ihren Mitarbeitern kostenlose, medizinische Gesichtsmasken bereitstellen.

Weiterführende Informationen der geltenden Regelung finden Sie hier.