Corona-Hilfen

Finanzierungen und Kredite

Neben nicht-rückzahlbaren Zuschüssen beinhalten die Hilfsmaßnahmen zur Begrenzung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auch Fonds-, Kredit- und Beteiligungsangebote.

Grundsätzliche Informationen zu Hilfsmaßnahmen aus dem Bereich Finanzierung und Kredite auf Landesebene finden Sie bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein hier. Eine Online-Unterstützung mit einer Übersicht von Fördermöglichkeiten gibt es hier.

Investitionsbank Schleswig-Holstein

Stand 01.07.2021

Die Landesregierung hat in enger Abstimmung mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft mbH (MBG) den Härtefallfonds Mittelstand konzipiert. Am 13.07.2020 starteten daher zwei neue Förderprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise. Zum Februar 2021 erfolgte eine Anpassung und Programmerweiterung um auf die verschärfte Situation durch den anhaltenden Lockdown zu reagieren. Im Sommer 2021 sollen alle Maßnahmen erneut bis Ende 2021 verlängert und um das Kriterium „Umsatzausfall“ ergänzt werden.

IB-SH Härtefallfonds Mittelstand

Der IB.SH Härtefallfonds Mittelstand soll haupterwerbliche private Unternehmen unterstützen, die im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Dabei wurden nur durch die Corona-Krise bedingte, im Zuge von eingetretenen bzw. erwarteten Umsatzausfällen zusätzliche Liquiditätsengpässe /Betriebsmittelbedarfe gefördert, die nicht durch bereits beantragte oder bewilligte Fördermittel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gedeckt sind oder werden. Mit der Anpassung Anfang Februar fällt diese Anforderung weg. So dass auch Unternehmen auf diese Mittel zurückgreifen können, die bisher keine Corona-Hilfen beantragt haben. Die Bedingungen und das Antragsverfahren im IB.SH Härtefallfonds Mittelstand sind weiterhin auf Grundlage des bereits etablierten Verfahrens des IB.SH Mittelstandssicherungsfonds gestaltet. Die Antragstellung erfolgt daher wie bisher über die Hausbank. Anträge auf Gewährung eines Förderdarlehens können bis zum 15.12.2021 (Antragseingang IB.SH) gestellt werden.

Weitere Informationen gibt es hier.

Haben Sie direkte Fragen, dann können Sie Ihren Rückrufwunsch mit Kontaktdaten (Name, Telefon, Mailadresse) direkt an den Leiter Firmenkunden Finanzierung Matthias Voigt oder Ihren bisherigen Ansprechpartner im Bereich Firmenkunden. Multiplikatoren wenden sich an IB-SH Förderlotsen.

IB-SH Mittelstandssicherungsfond

Der IB.SH Mittelstandssicherungsfonds soll Hotel-, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe unterstützen, die unmittelbar im Sinne der Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein vom 23.03.2020 durch staatliche Verordnung im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind.

Anträge auf Gewährung eines Förderdarlehens können bis zum 15.12.2021 (Antragseingang IB.SH) gestellt werden.

Informationen zu Mittelstandssicherungsfond und die Antragsunterlagen finden Sie hier. Bei direkten Fragen wenden Sie sich an Ihren bekannten Ansprechpartner oder an Holger Zervas.

MBG (Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig Holstein)

Stand 01.07.2021

Beim MBG Härtefallfond Mittelstand handelt es sich um Beteiligungskapital für bilanzstärkenden Maßnahmen, insbesondere der Eigenkapital-Ausstattung und Liquiditätssicherung für kleine und mittlere Unternehmen. Gemeinsam mit Hausbanken und ggf. unter Einbindung von Steuerberater:innen/Wirtschaftsprüfer:innen werden hier betroffene haupterwerbliche Unternehmen mit Sitz und/oder Betriebsstätten in Schleswig-Holstein mit Förderdarlehen oder stillen Beteiligungen unterstützt. Wichtige Voraussetzung ist, dass in den Monaten Juli bis Dezember 2020 ein Umsatzausfall von mind. 50% zu erwarten ist. Dabei sollen durch die Corona-Krise bedingte, im Zuge von erwarteten Umsatzausfällen zusätzliche Liquiditätsengpässe / Betriebsmittelbedarfe, die nicht durch bereits gewährte oder beantragte bzw. bewilligte Fördermittel gedeckt sind, finanziert werden.

Die Antragstellung im MBG Härtefallfonds Mittelstand erfolgt durch Kund:innen und/oder Steuerberater:innen/Wirtschaftsprüfer:innen direkt bei der MBG und ist bis zum 31.12.2021 möglich.

Weitere Informationen finden sie hier.

KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Stand 01.07.2021

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist die nationale Förderbank, die speziell im Rahmen der Corona-Pandemie günstige Kredite zur Verfügung stellt.

KfW-Sonderprogramm 2020

Stand 01.07.2021

Zur Deckung vor allem des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs steht das Sonderprogramm für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe zur Verfügung, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Auf diese Weise können im erheblichen Umfang liquiditätsstärkende Kredite der Hausbanken mobilisiert werden. Das KfW-Sonderprogramm bietet erweiterte Sonderkonditionen. Unter anderem niedrigere Zinssätze, vereinfachte Risikoprüfung und eine höhere Haftungsfreistellung bis zu 90%. Das Programm wurde bis 31. Dezember 2021 verlängert, um Unternehmen weiterhin verlässlich mit Liquidität zu versorgen.

Bei der Suche nach dem richtigen Kredit unterstützt online der Förderassistent der KfW.

KfW-Schnellkredit 2020

Seit dem 9. November 2020, steht der KfW-Schnellkredit nun auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit dem 1. Januar 2019 am Markt vertreten sind. Als weitere Voraussetzung muss das Unternehmen grundsätzlich in 2017-2019 Gewinne erzielt haben. Über die Hausbanken können die Unternehmen diese KfW-Kredite mit einer Höhe von bis zu 800.000 € (bei mehr als über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 € für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50 und maximal 300.000 € für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 10.) beantragen. Es können in diesem Rahmen bis zu 25% des in 2019 erzielten Umsatzes gefördert werden. Der Zinssatz beträgt aktuell 3% mit einer Laufzeit von 10 Jahren.

Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei. Verbessert wurden auch die Regelungen zur Tilgung der KfW-Schnellkredite. Möglich ist ab dem 16.11.2020 nun auch die vorzeitige anteilige Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Dies erleichtert die Kombination mit anderen Corona-Hilfsprogrammen.

Der KfW-Schnellkredit ist verlängert bis zum 31.12.2021. Bis zu diesem Zeitpunkt darf der Antragsteller zusätzlich zum KfW-Schnellkredit 2020 keinen weiteren KfW-Kredit beantragen. Ein Wechsel vom KfW-Sonderprogramm 2020 zum KfW-Schnellkredit 2020 ist ausgeschlossen.

Detaillierte Informationen der KfW finden sie hier.

Wirtschaftsstabilisierungsfond

Stand 01.07.2021

Der Wirtschaftsstabilisierungsfond stellt Unternehmen branchenübergreifend Stabilisierungsmaßnahmen zur Stärkung ihrer Kapitalbasis und zur Überwindung von Liquiditätsengpässen bereit. Er richtet sich vorwiegend an große Unternehmen, deren Bestandsgefährdung Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort oder Arbeitsmarkt in Deutschland hat. Im Einzelfall erhalten auch kleine Unternehmen oder auch Start-ups Zugang zum WSF.

Der WSF sieht zwei Stabilisierungsinstrumente vor, deren Anwendung kombiniert werden kann. Einerseits gibt der Bund Garantien in Höhe von 400 Mrd. € zur Absicherung von Krediten einschließlich Kreditlinien und Kapitalmarktprodukten im Fremdkapitalbereich. Diese Maßnahme ist bis zum 30.06.2021 befristet. Andererseits bietet der WSF Rekapitalisierungen des ebenfalls zur Stabilisierung eingesetzten KfW-Sonderprogramms 2020 in Höhe von 100 Mrd. €. Diese Maßnahme ist bis zum 30.09.2021 befristet.

Ansprechpartner ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und ebenso zuständig für die Prüfung der Anträge ist. Die Entscheidung über Garantien, Stille Beteiligungen und Kredite wird in Abhängigkeit der beantragten Unterstützungsvolumina auf unterschiedlichen Ebenen von der KfW bis zum Wirtschaftsministerium getroffen.

Die mit der Verwaltung des WSF betraute Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH veröffentlicht regelmäßig (in der Regel einmal wöchentlich) hier die beschlossenen WSF-Stabilisierungsmaßnahmen. Es werden alle WSF-Unterstützungsmaßnahmen erfasst, die bereits vertraglich mit den betroffenen Unternehmen vereinbart wurden.

Informationen und Zugangsmöglichkeiten zum WSF gibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hier.

Bürgschaften

Stand 01.07.2021

Die privaten Bürgschaftsbanken tragen in der Corona-Pandemie dazu bei, die Kreditversorgung kleiner und mittlerer Unternehmen sicherzustellen. Zu diesem Zweck waren die Fördermöglichkeiten der privaten Bürgschaftsbanken im Rahmen des Corona-Hilfspakets der Bundesregierung ausgeweitet worden. Die ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 und dann bis 30. Juni 2021 befristete Ausweitung wird nun bis zum 31.12.2021 verlängert.

Unter anderem beinhaltet sie die Anhebung der Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Mio. € (vorher 1,25 Mio. €), eine höhere Risikoübernahme des Bundes durch Erhöhung der Rückbürgschaft sowie verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung der Entscheidungen.

Um die Möglichkeiten für das eigene Unternehmen eine passgenaue Finanzierung zu finden, bieten die Bürgschaftsbanken online das Finanzierungsportal an. Natürlich ist auch eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank, eine Kammer oder Berater möglich.

Für Schleswig-Holstein ist die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH zuständig. Diese ist unter Telefon 0431 5938-0 oder E-Mail info@bb-sh.de zu erreichen.

Weiterführende Informationen finden sie auf der Webseite der Bürgschaftsbank.