Corona-Hilfen

Finanzierungshilfen

Finanzierungshilfen sind als Zuschuss für die Sicherung des Liquiditätsbedarfs von Unternehmen gedacht. Diese freiwilligen nicht-rückzahlbaren Zuschüsse für Fixkosten/ Umsatzeinbruch können von den meisten Unternehmen beantragt werden, die durch die Corona-Pandemie direkt oder indirekt betroffen sind.

Für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus gibt es eine Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums unter Telefon 030 12002-1031 / -1032, Mo– Fr 9:00 bis 17:00 Uhr.

Überbrückungshilfen

Stand 01.07.2021

Überbrückungshilfen, anteilige Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten, können von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren, Soloselbstständigen, selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe im Haupterwerb und gemeinnützigen Unternehmen und Organisationen, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind in Anspruch genommen werden. Der erste Zuwendungszeitraum von Juni bis August letzten Jahres ist bereits abgeschlossen. Der zweite Zeitraum lief von September 2020 bis Dezember 2020 und konnte bis zum 31.01.2021 beantragt werden. Die Überbrückungshilfe III deckt nun den Zeitraum Januar bis Juni 2021 ab und kann beantragt werden.

Grundsätzliche Informationen finden Sie auf der eigens hierfür angelegten Internetseite der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie und Finanzen www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Um die Überbrückungshilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt.

Multiplikatoren können sich mit Fragen an das Service-Desk unter Telefon 030 530 199 322 wenden.

Soloselbständige, die Fragen zur Beantragung der Überbrückungshilfen haben, können sich zusätzlich an das Service-Desk für Soloselbständige unter Telefon 030 1200 21034 wenden, Servicezeiten Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr.

Für E-Mail-Anfragen nutzen Sie das Kontaktformular.

Überbrückungshilfe II

Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II, für den Zeitraum September bis Dezember 2020 endete am 31. Januar 2021. Mit der Überbrückungshilfe III wurde ein direkt anschließendes Förderinstrument für den Folgezeitraum Januar bis Juni 2021 geschaffen.

Änderungsanträge sind noch bis zum 30. Juni 2021 möglich.

Überbrückungshilfe III

Die Überbrückungshilfe III ist die Fortführung der bisherigen Überbrückungshilfen und wird ebenfalls über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte beantragt. Ausnahmen hierfür gelten bei Soloselbstständigen mit einer Antragssumme unter 7.500 €. Diese „Neustarthilfe“ kann direkt mit Hilfe des Elster-Zertifikats beantragt werden (siehe nächster Punkt).

Die Überbrückungshilfe III steht einerseits für den Monat Dezember, den seit dem 16. Dezember bundesweit geschlossenen Unternehmen zur Verfügung. Seit Januar 2021 gilt sie zudem für alle Unternehmen, die von staatlichen Schließungsanordnungen betroffen sind – also sowohl für die seit Dezember neu bundesweit geschlossenen Unternehmen wie auch für diejenigen, die im November oder Dezember die „November“- bzw. „Dezemberhilfe“ erhalten haben. Die Überbrückungshilfe III sieht Zuschüsse zu den fixen Kosten der Unternehmen vor und schließt sich an die Überbrückungshilfe II an.

Nachfolgende Änderungen zur bisherigen Überbrückungshilfe II sind im Januar 2021 in Kraft getreten.

  • Der Zugang zur Überbrückungshilfe III wurde vereinfacht und erweitert. Das heißt u.a. dass jetzt bereits eine Antragsberechtigung bei Umsatzeinbruch in einem Monat von mindestens 30 Prozent besteht und sie auf Unternehmen mit Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. € ausgeweitet wurde.
  • Das Fördervolumen und die Abschlagshöhe wurden erhöht. Es werden bis zu 3 Mio. € Überbrückungshilfe pro Monat geleistet und die Abschlagszahlungen wurden auf bis zu 800.000 € erhöht. Die Überbrückungshilfe III kann auch für November und Dezember 2020 rückwirkend beantragt werden. November-/Dezemberhilfen werden hier allerdings gegengerechnet.
  • Darüber hinaus gibt es nun gezielte Regelungen für besonders betroffene Branchen. So kann u.a. der Einzelhandel Abschreibungen auf Saisonware zu 100 Prozent als Fixkosten ansetzten und in der Reisebranche werden Kosten und Umsatzausfällen durch Absagen und Stornierungen umfassend berücksichtigt. In der Veranstaltungs- und Kulturbranche können nun auch Ausfall- und Vorbereitungskosten für geschäftliche Aktivitäten im Zeitraum März bis Dezember erstattet werden.
  • Mit neuen zusätzlichen Maßnahmen reagiert die Bundesregierung nun auf die weiterhin schwierige wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen und hat die Bedingungen der Überbrückungshilfe III nochmals angepasst. Seit 20.April 2021 kann ein Eigenkapitalzuschuss beantragt werden, Voraussetzung hierfür ist ein Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent.
  • Die Fixkostenerstattung wird für alle auf bis zu 100 Prozent erhöht und es gibt für die Veranstaltungs-, Kultur- und Reisewirtschaft eine neu installierte Anschubhilfe in Höhe von 20 % der Lohnsumme, die im Vergleichsmonat 20219 angefallen wäre.
  • Zusätzlich antragsberechtigt sind nun auch start-ups, die bis zum 31.10.2020 gegründete wurden.
  • Seit dem 28. April 2021 können nun materielle Änderungsanträge eingereicht werden. Auch wer die Verbesserungen in der Überbrückungshilfe III inklusive des neuen Eigenkapitalzuschusses in Anspruch nehmen will, muss für einen vor dem 20. April 2021 eingereichten Antrag auf Überbrückungshilfe III, einen Änderungsantrag stellen. Für beides gilt, dass ein Änderungsantrag erst nach Erhalt des (Teil-) Bewilligungsbescheides gestellt werden kann.
  • Sowohl Erst- als auch Änderungsanträge können für die Überbrückungshilfe III noch bis zum 31. Oktober 2021 gestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Überbrückungshilfe III Plus

Stand 01.07.2021

Die Überbrückungshilfe III, als zentrales Hilfsinstrument, wird als "Überbrückungshilfe III Plus" bis 30. September 2021 verlängert. Die Bundesregierung will die Unternehmen, die Corona bedingt durch Schließungen und Beschränkungen betroffen sind weiter finanziell unterstützen. Antragsberechtigt sind weiterhin die Unternehmen, die Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent haben. Die Obergrenze für den Zuschuss wird erhöht und um Anreize für den Neustart zu setzen, damit Unternehmen die Mitarbeiter früher aus der Kurzarbeit holen und Beschäftige neu einstellen, gibt es eine Restart-Prämie. Die Beantragung der Überbrückungshilfe III Plus wird ebenfalls durch prüfende Dritte über das Corona-Portal des Bundes erfolgen. Dies wird dann nach Anpassung des Programmes möglich sein.

Für beide Programme gilt künftig gemeinsam:

  • Die maximale monatliche Förderung in der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus beträgt 10 Mio. €.
  • Die Obergrenze für Förderungen aus beiden Programmen beträgt maximal 52 Mio. € und zwar 12 Mio. € aus dem geltenden EU-Beihilferahmen bestehend aus Kleinbeihilfe, De-Minimis sowie Fixkostenhilfe plus 40 Mio. € aus dem neuen Beihilferahmen der Bundesregelung Schadensausgleich. Die neue EU-Regelung zum Schadensausgleich gilt für Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen direkt oder indirekt betroffen sind. Diese können künftig Schäden von bis zu 40 Mio. € geltend machen.

Neu im Programm der Überbrückungshilfe III Plus ist:

  • Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 € pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.

Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge wurde bis zum 31. Oktober verlängert. Abschlagszahlungen sind allerdings nur bei Anträgen bis zum 30. Juni möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Neustarthilfe (als Teil der Überbrückungshilfe III)

Mit der Neustarthilfe erhalten Soloselbstständige und neuerdings auch Ein-Personen Kapitalgesellschaften/Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften (ab 15.03.2021) und unter bestimmten Bedingungen auch Schauspieler und Künstler eine einmalige Unterstützung für die Fördermonate Januar bis Juni 2021. Die Fördersumme beträgt maximal 50% des, im Vergleichszeitraum des Vorjahres, erzielten Referenzumsatzes. Die maximale Fördersumme beträgt für Soloselbständige bis zu 7.500 € und für Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern bis zu 30.000 €.

Zunächst wird die Neustarthilfe als Vorschuss ausgezahlt und nach Ablauf der Förderfrist muss dann eine Endabrechnung erfolgen, nach der entschieden wird, in welcher Höhe der Vorschuss zu einem tatsächlichen Zuschuss wird. Dies ist abhängig davon, wie stark das Geschäft und damit die Umsätze durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt wurden. Liegt der Umsatz unter 40% des Vergleichszeitraumes, dann wird die volle Fördersumme zum Zuschuss.

Bei der Antragstellung wird unterschieden zwischen Soloselbständigen ohne Personengesellschaften, Soloselbständigen mit Personengesellschaften bzw. Ein-Personen-Kapitalgesellschaften sowie Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften.

Soloselbständige ohne Personengesellschaft sowie Personen mit kurz befristeten Beschäftigten in den Darstellenden Künsten (Sonderfall) haben ein Wahlrecht: Sie können ihren Antrag für die Neustarthilfe direkt auf direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Oder sie können einen prüfenden Dritten (z.B. einen Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer) beauftragen, einen Antrag für sie zu stellen. Die Kosten für den prüfenden Dritten werden anteilig übernommen. Kapitalgesellschaften und Soloselbständige mit Personengesellschaften brauchen einen prüfenden Dritten.

Beschäftigten in den Darstellenden Künsten (Sonderfall) haben ein Wahlrecht: Sie können ihren Antrag für die Neustarthilfe direkt auf direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Oder sie können einen prüfenden Dritten (z.B. einen Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer) beauftragen, einen Antrag für sie zu stellen. Die Kosten für den prüfenden Dritten werden anteilig übernommen. Kapitalgesellschaften und Soloselbständige mit Personengesellschaften brauchen einen prüfenden Dritten.

Die Antragstellung ist bis zum 31. Oktober 2021 möglich.

Wichtig: Änderungen am Antrag können nach Antragstellung nicht mehr durchgeführt werden. Lediglich geänderte Kontodaten oder ähnlichen können angezeigt werden.

Detailliertere Informationen finden Sie hier.

Neustarthilfe Plus

Stand 01.07.2021

Die Neustarthilfe wird, auch wie die Überbrückungshilfe III, bis zum 30.September 2021 als Neustarthilfe Plus fortgeführt. Bislang zahlt der Bund an Unternehmen, Selbstständigen, Vereinen und Einrichtungen in allen Wirtschaftszweigen, die hohe Umsatzeinbußen, aber kaum Fixkosten haben, bis zu 7.500 € als Neustarthilfe. Künftig können Soloselbstständige für die ersten drei Quartale des Jahres bis zu 12.000 € an Zuschüssen bekommen.

Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge wurde bis zum 31. Oktober verlängert.

Die FAQ werden zeitnah überarbeitet und dann hier veröffentlicht.

Härtefallfond für Unternehmen vom Bund & Land

Stand 01.07.2021

Da das Wirtschaftsministerium die beschlossenen Hilfsmaßnahmen immer an die Lage anpassen will, ist ein Härtefallfonds für Unternehmen in Höhe von 1,5 Milliarden € geplant. Er ist für Unternehmen gedacht, die bisher durch das Raster der bereits beschlossenen Corona Hilfsprogramme gefallen sind. Der neue Härtefallfond soll sich grundsätzlich an der Überbrückungshilfe III orientieren, Zuschüsse zu den Fixkosten, die nicht zurückbezahlt werden müssen. Die Höhe der Unterstützung wird sich an den ungedeckten Fixkosten und Corona bedingten Umsatzeinbrüchen orientieren. Details zur Ausgestaltung wurden nun ausgearbeitet und können ab sofort beantragt werden. Die Antragstellung richtet sich nach den im Bundesland der Antragstellenden getroffenen spezifischen Vorgaben. Jeder Einzelfall wird nach den landesspezifischen Vorgaben geprüft und entschieden. Grundsätzlich kommt ein Antrag infrage für Unternehmen und für Selbstständige, die eine pandemiebedingte besondere Härte erleiden. Unabhängig von ihrer Rechtsform gelten auch Vereine und andere Organisationen, die wirtschaftlich am Markt tätig sind, als Unternehmen und können einen Antrag stellen. Es kann jedoch kein Antrag gestellt werden, wenn die Härte durch andere Mittel abgewendet werden kann, etwa die sonstigen Hilfsangebote des Bundes und der Länder oder bestimmte Eigenmittel.

Die Härtefallhilfen der Länder werden im Gleichklang mit der Überbrückungshilfe III und der Neustarthilfe ebenfalls bis Ende September 2021 verlängert. Die ANtragsfrist endet am 31. Oktober 2021.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Novemberhilfen/ Dezemberhilfen

Stand 01.07.2021

Die Novemberhilfe/Dezemberhilfe bietet eine zentrale Unterstützung für die Umsatzeinbußen von Unternehmen, Betrieben, Selbstständigen, Vereinen und Einrichtungen, die im November – Dezember2020 direkt oder indirekt (80 % des Umsatzes werden mit direkt betroffenen UN erzielt) durch angeordnete Schließungen betroffen waren. Die Betroffenen erhalten eine außerordentliche Wirtschaftshilfe in Form von Zuschüssen.

Die Antragstellung für diese Zuschüsse erfolgte unabhängig von der Überbrückungshilfe. Jedoch findet eine Anrechnung von anderen gleichartigen Corona-bedingten Zuschussprogrammen des Bundes und der Länder statt, wenn sich die Leistungszeiträume überschneiden.

Erstanträge können bis 30.04.2021 bis zu einer Höhe von 2 Mio € gestellt werden. Änderungsanträge zu bereits gestellten Anträgen sind bis 31. Juli 2021 möglich.

Förderung des Kreis Segeberg

Stand 01.07.2021

Der Kreis Segeberg hat ein neues Förderangebot für gastronomische Betriebe im Kreis Segeberg mit Saalbetrieb oder musikalischen Angeboten wie Musikkneipen, Bars mit regelmäßiger Livemusik und Diskotheken auf den Weg gebracht und bewilligt. Ziel ist es diese Betreiber:innen für den Zeitraum Corona bedingter Betriebseinschränkungen zu unterstützen. Es handelt sich hierbei um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Die Förderung bezieht sich auf den reduzierten Umsatz im Januar 2021, der durch die Corona bedingte Verordnung seine Räumlichkeiten im Januar 2021 bis Juni 2021 für den gewerblichen Betrieb nicht nutzen zu können, oder nur eingeschränkt zu nutzen, entstanden ist.

Das Programm wurde nicht verlängert.

Alle weiteren Informationen und das Antragsverfahren finden Sie hier.