Corona-Hilfen

Finanzierungshilfen

Finanzierungshilfen sind als Zuschuss für die Sicherung des Liquiditätsbedarfs von Unternehmen gedacht. Diese freiwilligen nicht-rückzahlbaren Zuschüsse für Fixkosten/ Umsatzeinbruch können von den meisten Unternehmen beantragt werden, die durch die Corona-Pandemie direkt oder indirekt betroffen sind.

Für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus gibt es eine Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums unter Telefon 030 12002-1031 / -1032, Mo– Fr 9:00 bis 17:00 Uhr.

Überbrückungshilfen

Stand 22.04.2021

Überbrückungshilfen, anteilige Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten, können von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren, Soloselbstständigen, selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe im Haupterwerb und gemeinnützigen Unternehmen und Organisationen, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind in Anspruch genommen werden. Der erste Zuwendungszeitraum von Juni bis August letzten Jahres ist bereits abgeschlossen. Der zweite Zeitraum lief von September 2020 bis Dezember 2020 und konnte bis zum 31.01.2021 beantragt werden. Die Überbrückungshilfe III deckt nun den Zeitraum Januar bis Juni 2021 ab und kann beantragt werden.

Grundsätzliche Informationen finden Sie auf der eigens hierfür angelegten Internetseite der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie und Finanzen www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Um die Überbrückungshilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Eine Liste hierfür gibt es hier.

Multiplikatoren können sich mit Fragen an das Service-Desk unter Telefon 030 530 199 322 wenden.

Soloselbständige, die Fragen zur Beantragung der Überbrückungshilfen haben, können sich zusätzlich an das Service-Desk für Soloselbständige unter Telefon 030 1200 21034 wenden, Servicezeiten Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr.

Für E-Mail-Anfragen nutzen Sie das Kontaktformular.

Überbrückungshilfe II

Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe II, für den Zeitraum September bis Dezember 2020 endete am 31. Januar 2021. Mit der Überbrückungshilfe III wurde ein direkt anschließendes Förderinstrument für den Folgezeitraum Januar bis Juni 2021 geschaffen.

Änderungsanträge können noch bis zum 31.Mai 2021 gestellt werden. Die Änderung der Kontodaten ist noch bis zum 30. Juni 2021 möglich.

Nähere Informationen zur Antragsberechtigung und zum Verfahren erhalten Sie hier.

Überbrückungshilfe III

Die Überbrückungshilfe III ist die Fortführung der bisherigen Überbrückungshilfen und wird ebenfalls über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte beantragt. Ausnahmen hierfür gelten bei Soloselbstständigen mit einer Antragssumme unter 7.500 €. Diese „Neustarthilfe“ kann direkt mit Hilfe des Elster-Zertifikats beantragt werden (siehe nächster Punkt).

Die Überbrückungshilfe III steht einerseits für den Monat Dezember, den seit dem 16. Dezember bundesweit geschlossenen Unternehmen zur Verfügung. Seit Januar 2021 gilt sie zudem für alle Unternehmen, die von staatlichen Schließungsanordnungen betroffen sind – also sowohl für die seit Dezember neu bundesweit geschlossenen Unternehmen wie auch für diejenigen, die im November oder Dezember die „November“- bzw. „Dezemberhilfe“ erhalten haben. Die Überbrückungshilfe III sieht Zuschüsse zu den fixen Kosten der Unternehmen vor und schließt sich an die Überbrückungshilfe II an.

Nachfolgende Änderungen zur bisherigen Überbrückungshilfe II sind im Januar 2021 in Kraft getreten.

  • Der Zugang zur Überbrückungshilfe III wurde vereinfacht und erweitert. Das heißt u.a. dass jetzt bereits eine Antragsberechtigung bei Umsatzeinbruch in einem Monat von mindestens 30 Prozent besteht und sie auf Unternehmen mit Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. € ausgeweitet wurde.
  • Das Fördervolumen und die Abschlagshöhe wurden erhöht. Es werden bis zu 3 Mio. € Überbrückungshilfe pro Monat geleistet und die Abschlagszahlungen wurden auf bis zu 800.000 € erhöht. Die Überbrückungshilfe III kann auch für November und Dezember 2020 rückwirkend beantragt werden. November-/Dezemberhilfen werden hier allerdings gegengerechnet.
  • Darüber hinaus gibt es nun gezielte Regelungen für besonders betroffene Branchen. So kann u.a. der Einzelhandel Abschreibungen auf Saisonware zu 100 Prozent als Fixkosten ansetzten und in der Reisebranche werden Kosten und Umsatzausfällen durch Absagen und Stornierungen umfassend berücksichtigt. In der Veranstaltungs- und Kulturbranche können nun auch Ausfall- und Vorbereitungskosten für geschäftliche Aktivitäten im Zeitraum März bis Dezember erstattet werden.
  • Mit neuen zusätzlichen Maßnahmen reagiert die Bundesregierung nun auf die weiterhin schwierige wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen und hat die Bedingungen der Überbrückungshilfe III nochmals angepasst. Seit 20.April 2021 kann ein Eigenkapitalzuschuss beantragt werden, Voraussetzung hierfür ist ein Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent.
  • Die Fixkostenerstattung wird für alle auf bis zu 100 Prozent erhöht und es gibt für die Veranstaltungs-, Kultur- und Reisewirtschaft eine neu installierte Anschubhilfe in Höhe von 20 % der Lohnsumme, die im Vergleichsmonat 20219 angefallen wäre.
  • Zusätzlich antragsberechtigt sind nun auch start-ups, die bis zum 31.10.2020 gegründete wurden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Neustarthilfe (als Teil der Überbrückungshilfe III)

Stand 10.03.2021

Mit der Neustarthilfe erhalten Soloselbstständige und neuerdings auch Ein-Personen Kapitalgesellschaften/Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften (ab 15.03.2021) und unter bestimmten Bedingungen auch Schauspieler und Künstler eine einmalige Unterstützung für die Fördermonate Januar bis Juni 2021. Die Fördersumme beträgt maximal 50% des, im Vergleichszeitraum des Vorjahres, erzielten Referenzumsatzes. Die maximale Fördersumme beträgt für Soloselbständige bis zu 7.500 € und für Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern bis zu 30.000 €.

Zunächst wird die Neustarthilfe als Vorschuss ausgezahlt und nach Ablauf der Förderfrist muss dann eine Endabrechnung erfolgen, nach der entschieden wird, in welcher Höhe der Vorschuss zu einem tatsächlichen Zuschuss wird. Dies ist abhängig davon, wie stark das Geschäft und damit die Umsätze durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt wurden. Liegt der Umsatz unter 40% des Vergleichszeitraumes, dann wird die volle Fördersumme zum Zuschuss.

Bei der Antragstellung wird unterschieden zwischen Soloselbständigen ohne Personengesellschaften, Soloselbständigen mit Personengesellschaften bzw. Ein-Personen-Kapitalgesellschaften sowie Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften.

Soloselbständige ohne Personengesellschaft sowie Personen mit kurz befristeten Beschäftigten in den Darstellenden Künsten (Sonderfall) haben ein Wahlrecht: Sie können ihren Antrag für die Neustarthilfe direkt auf direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Oder sie können einen prüfenden Dritten (z.B. einen Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer) beauftragen, einen Antrag für sie zu stellen. Die Kosten für den prüfenden Dritten werden anteilig übernommen. Kapitalgesellschaften und Soloselbständige mit Personengesellschaften brauchen einen prüfenden Dritten.

Beschäftigten in den Darstellenden Künsten (Sonderfall) haben ein Wahlrecht: Sie können ihren Antrag für die Neustarthilfe direkt auf direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Oder sie können einen prüfenden Dritten (z.B. einen Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer) beauftragen, einen Antrag für sie zu stellen. Die Kosten für den prüfenden Dritten werden anteilig übernommen. Kapitalgesellschaften und Soloselbständige mit Personengesellschaften brauchen einen prüfenden Dritten.

Die Antragstellung ist bis zum 31.08.2021 möglich.

Wichtig: Änderungen am Antrag können nach Antragstellung nicht mehr durchgeführt werden. Lediglich geänderte Kontodaten oder ähnlichen können angezeigt werden.

Detailliertere Informationen finden Sie hier.

Härtefallfond für Unternehmen vom Bund & Land

Stand 22.04.2021

Da das Wirtschaftsministerium die beschlossenen Hilfsmaßnahmen immer an die Lage anpassen will, ist ein Härtefallfonds für Unternehmen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro geplant. Er ist für Unternehmen gedacht, die bisher durch das Raste der bereits beschlossenen Corona Hilfsprogramme gefallen sind. Der neue Härtefallfond soll sich grundsätzlich an der Überbrückungshilfe III orientieren, Zuschüsse zu den Fixkosten, die nicht zurückbezahlt werden müssen. Die Höhe der Unterstützung wird sich an den ungedeckten Fixkosten und Corona bedingten Umsatzeinbrüchen orientieren. Details zur Ausgestaltung werden aktuell noch besprochen und ausgearbeitet.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Novemberhilfen/ Dezemberhilfen

Stand 22.04.2021

Die Novemberhilfe/Dezemberhilfe bietet eine zentrale Unterstützung für die Umsatzeinbußen von Unternehmen, Betrieben, Selbstständigen, Vereinen und Einrichtungen, die im November – Dezember2020 direkt oder indirekt (80 % des Umsatzes werden mit direkt betroffenen UN erzielt) durch angeordnete Schließungen betroffen waren. Die Betroffenen erhalten eine außerordentliche Wirtschaftshilfe in Form von Zuschüssen.

Die Antragstellung für diese Zuschüsse erfolgte unabhängig von der Überbrückungshilfe. Jedoch findet eine Anrechnung von anderen gleichartigen Corona-bedingten Zuschussprogrammen des Bundes und der Länder statt, wenn sich die Leistungszeiträume überschneiden.

Erstanträge können bis 30.04.2021 bis zu einer Höhe von 2 Mio € gestellt werden. Änderungsanträge zu bereits gestellten Anträgen sind bis Ende Juni möglich, Änderungen der Kontoverbindungen bis Ende Juli 2021.

Nähere Informationen zur Antragsberechtigung und zum Verfahren erhalten Sie hier.

Förderung des Kreis Segeberg

Stand 22.04.2021

Der Kreis Segeberg hat ein neues Förderangebot für gastronomische Betriebe im Kreis Segeberg mit Saalbetrieb oder musikalischen Angeboten wie Musikkneipen, Bars mit regelmäßiger Livemusik und Diskotheken auf den Weg gebracht und bewilligt. Ziel ist es diese Betreiber:innen für den Zeitraum Corona bedingter Betriebseinschränkungen zu unterstützen. Es handelt sich hierbei um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Die Förderung bezieht sich auf den reduzierten Umsatz im Januar 2021, der durch die Corona bedingte Verordnung seine Räumlichkeiten im Januar 2021 für den gewerblichen Betrieb nicht nutzen zu können, oder nur eingeschränkt zu nutzen, entstanden ist.

Alle weiteren Informationen und das Antragsverfahren finden Sie hier.