Corona-Hilfen

Personal

Kurzarbeitergeld (KuG)

Stand 22.04.2021

Kurzarbeitergeld ist ein generelles Mittel um Unternehmen kurzfristig in Engpässen zu unterstützen. Speziell in der Corona-Krise sind die Möglichkeiten hierfür erweitert worden.

Voraussetzung für die Beantragung von Kurzarbeitergeld ist, dass mindestens 10 % der Beschäftigten einen Entgeltausfall von mehr als 10 % haben und Überstunden und positive Zeitguthaben bereits abgebaut wurden. (Ausnahmen beachten).

Grundsätzlich kann Kurzarbeitergeld bis zu 12 Monate bezogen werden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Bezugsdauer unter bestimmten Voraussetzungen verlängert. Wurde in einem Unternehmen vor dem 31.12.2020 Kurzarbeit eingeführt und bei der Arbeitsagentur angezeigt, kann diese bis zu 24 Monate bezogen werden. (Maximal bis zum 31.12.2021) Wurde Kurzarbeit bis zum 31.12.2019 eingeführt und angezeigt, so ist dies auf 21 Monate verlängerbar. (Maximal bis 31.12.2020)

Das Kurzarbeitergeld beträgt bis in den ersten drei Monaten 60% (Beschäftigte mit mind. 1 Kind 67%). Ab dem 4. Bezugsmonat kann das Kurzarbeitergeld erhöht werden, wenn der Entgeltausfall für den Monat mindestens 50% beträgt. Der Satz erhöht sich dann auf 70%/77% und ab dem 7. Bezugsmonat auf 80%/87%.

Für den Arbeitgeber werden anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden pauschal erstattet, soweit spätestens Juni 2021 der erste Kalendermonat ist, für den der Betrieb Kurzarbeitergeld erhält. Vom 01.01.2021 bis 30.06.2021 zu 100% und vom 01.07.2021 bis 31.12.2021 zu 50%.

Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld. In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet. Alle weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.

Achtung: Bei Unterbrechungen der Kurzarbeit von 3 Monaten oder länger muss Kurzarbeit wieder neu angezeigt werden. Das Kurzarbeitergeld kann in diesem Fall erst ab dem Monat wieder gewährt werden, in dem die neue Anzeige bei der Agentur für Arbeit eingegangen ist. Eine (Verlängerungs-) Anzeige ist erforderlich, wenn die 21-monatige Bezugsdauer in der Zeit bis Dezember 2020 abgelaufen ist und die Kurzarbeit danach fortgesetzt werden muss. Dies gilt auch, sofern der bewilligte Bezugszeitraum verlängert werden muss.

Zuständig für das Kurzarbeitsgeld ist das Team Kurzarbeit (Operativer Service Hamburg) der Bundesagentur für Arbeit. Es gibt eine Hotline für Fragen unter Telefon 0800 4 5555-20 (Arbeitgebende) bzw. Telefon 0800 4 5555-00 (Arbeitnehmende), die von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 18:00 Uhr besetzt ist. Zudem ist das Team per E-Mail Hamburg.032-OS@arbeitsagentur.de zu erreichen.

Weitere detaillierte Informationen von der Arbeitsagentur gibt es hier.

Unterstützung für Aus- und Weiterbildung

Stand 22.04.2021

Ausbildung

Um die Ausbildung zu Unterstützen bietet der Bund unter dem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ unterschiedliche Fördermöglichkeiten für Ausbildungsbetriebe.

Die Ausbildungsprämie erhalten Unternehmen, die die Anzahl der Lehrstellen erhalten oder sogar ausgebaut haben. Diese Prämie ist für das Ausbildungsjahr 2021/2022 auf bis zu 4.000€ bzw. 6.000€ pro Lehrstelle erhöht worden und gilt für Unternehmen bis zu 499 Mitarbeitern.

Voraussetzung für die Prämie ist, dass das Unternehmen erheblich von den Auswirkungen der Pandemie betroffen ist.

Für Unternehmen, deren Auszubildende in Kurzarbeit sind, gibt es finanzielle Zuschüsse und für die Übernahme von Insolvenzlehrlingen wird eine Prämie gezahlt.

Alle Informationen zum Bundesprogramm finden Sie hier.

Weiterbildung

Das Programm WEITER.BILDUNG der Arbeitsagentur bietet grundsätzlich Unterstützung für Weiterbildung in Betrieben. Es können Zuschüsse zu Lehrgangskosten als auch zum Arbeitsentgelt beantragt werden. Dieses Angebot bietet sich derzeit speziell für Unternehmen an, die Kurzarbeit eingeführt haben.

Weitere Informationen gibt es hier.