Finanzen / Personal

Corona November-/ Dezemberhilfe

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe „Novemberhilfe“, die seit 25.November 2020 beantragt werden kann, wird nun aufgrund der Verlängerung der Schließungen im Rahmen der Vorgaben des EU-Beihilferechts verlängert. Damit sollen, auch für die Zeit der Maßnahmen im Dezember, von diesen Schließungen direkt und indirekt betroffene Unternehmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 als Hilfen zur Verfügung stehen (Dezemberhilfe). Weiter Information finden Sie in der Pressemitteilung des BMWI hier.

Die Antragstellung der November-/Dezemberhilfe erfolgt unabhängig von der Überbrückungshilfe. Jedoch findet eine Anrechnung von anderen gleichartigen Corona-bedingten Zuschussprogrammen des Bundes und der Länder statt, wenn sich die Leistungszeiträume überschneiden.

Die Anträge für die Novemberhilfe können bis zum 30.04.2021 eingereicht werden.

Um die Novemberhilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Soloselbständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können mit einem Direktantrag (ohne prüfenden Dritten) bis zu 5.000 € beantragen.

Nähere Informationen zur Antragsberechtigung und zum Verfahren erhalten Sie unter diesem Link.

Solo-Selbständige, die Fragen zur Beantragung der Novemberhilfe haben, können sich zusätzlich an das Service-Desk für Solo-Selbständige unter Telefon 030 1200 21034 wenden, Servicezeiten Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr.

Für E-Mail-Anfragen finden Sie das Kontaktformular unter diesem Link.

Weitere Informationen erhalten Sie zudem unter diesem Link.

Noch ein wichtiger Hinweis: Da Änderungen in den Anträgen zurzeit nicht vorgenommen werden können, ist es wichtig, die Angaben im Antrag vor dem Absenden sehr genau zu prüfen.

Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können noch bis zum 31. März 2021 gestellt werden. Sie unterstützt Unternehmen, sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit Zuschüssen, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des BMWI hier.

Um die Überbrückungshilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt.

Nähere Informationen zur Antragsberechtigung und zum Verfahren erhalten Sie unter diesem Link.

Überbrückungshilfe III

Sie steht einerseits für den Monat Dezember, den seit dem 16. Dezember bundesweit geschlossenen Unternehmen zur Verfügung. Seit Januar 2021 gilt sie zudem für alle Unternehmen, die von staatlichen Schließungsanordnungen betroffen sind – also sowohl für die seit Dezember neu bundesweit geschlossenen Unternehmen wie auch für diejenigen, die im November oder Dezember die „November“- bzw. „Dezemberhilfe“ erhalten haben. Die Überbrückungshilfe III sieht Zuschüsse zu den fixen Kosten der Unternehmen vor und schließt sich an die Überbrückungshilfe II an.

Nachfolgende Änderungen treten jetzt in Kraft:

Zugang zur Überbrückungshilfe III wird vereinfacht und erweitert

  • Antragsberechtigung bei Umsatzeinbruch in einem Monat von mindestens 30 Prozent
  • Für Unternehmen mit Jahresumsatz von bis zu 750 Mio. €

Fördervolumen und Abschlagshöhe werden erhöht

  • Bis zu 1,5 Mio. € Überbrückungshilfe pro Monat
  • Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 €
  • Überbrückungshilfe III auch für November und Dezember 2020

Gezielte Regelungen für besonders betroffene Branchen

  • Einzelhandel: Abschreibungen auf Saisonware können zu 100 Prozent als Fixkosten angesetzt werden
  • Reisebranche: Umfassende Berücksichtigung von Kosten und Umsatzausfällen durch Absagen und Stornierungen

Hilfen für Soloselbstständige deutlich verbessert

  • Neustarthilfe auf einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes verdoppelt
  • Maximale Betriebskostenpauschale auf 7.500 € erhöht

Detailliertere Informationen zu den aktuellen Änderungen finden Sie hier.

Härtefonds Mittelstand

Die Landesregierung hat in enger Abstimmung mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft mbH (MBG) den Härtefallfonds Mittelstand konzipiert. Am 13.07.2020 starteten daher zwei neue Förderprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise:

80 Mio. €: IB.SH Härtefallfonds Mittelstand (Darlehensprogramm)

Da die Corona-Pandemie weiter andauert, wird das Förderprogramm IB.SH Härtefallfonds Mittelstand bis zum 30. Juni 2021 verlängert sowie auf 80. Mio. € erhöht. Der Mindestdarlehensbetrag wird auf 15.000 € (vorher 100.000 Euro) reduziert. Anträge können ebenfalls bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Zweitanträge sind möglich, sofern die beihilferechtlichen Vorgaben eingehalten werden und auch unter Berücksichtigung eines etwaigen Erstantrages nicht mehr als max. 25 % des Jahresumsatzes des Jahres 2019 durch die Förderdarlehen des IB.SH Härtefallfonds Mittelstand finanziert werden.

Die Bedingungen und das Antragsverfahren im IB.SH Härtefallfonds Mittelstand sind auf Grundlage des bereits etablierten Verfahrens des IB.SH Mittelstandssicherungsfonds gestaltet. Die Antragstellung erfolgt daher wie bisher über die Hausbank.

Weitere Infos gibt es unter diesem Link.

25 Mio. €: MBG Härtefallfonds Mittelstand (Beteiligungsprogramm)

Die Antragstellung im MBG Härtefallfonds Mittelstand erfolgt durch Kund:innen und/oder Steuerberater:innen/Wirtschaftsprüfer:innen direkt bei der MBG.

Gemeinsam mit Hausbanken und ggf. unter Einbindung von Steuerberater:innen/Wirtschaftsprüfer:innen werden hier betroffene haupterwerbliche Unternehmen mit Sitz und/oder Betriebsstätten in Schleswig-Holstein mit Förderdarlehen oder stillen Beteiligungen unterstützt. Wichtige Voraussetzung ist, dass in den Monaten Juli bis Dezember 2020 ein Umsatzausfall von mind. 50% zu erwarten war. Dabei sollen durch die Corona-Krise bedingte, im Zuge von erwarteten Umsatzausfällen zusätzliche Liquiditätsengpässe / Betriebsmittelbedarfe, die nicht durch bereits gewährte oder beantragte bzw. bewilligte Fördermittel gedeckt sind, finanziert werden.

Da die Corona-Pandemie weiter andauert, wird das Förderprogramm MBG Härtefallfonds Mittelstand bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Anträge können ebenfalls bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.

Mittelstandssicherungsfonds mit zinslosen Darlehen für Hotel-, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe

Der IB.SH Mittelstandssicherungsfonds soll Hotel-, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe unterstützen, die unmittelbar im Sinne der Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein vom 23.03.2020 durch staatliche Verordnung im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind.

Da die Corona-Pandemie weiter andauert, wird das Förderprogramme IB.SH Mittelstandssicherungsfonds bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Anträge können ebenfalls bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Es können Anträge zur Finanzierung von Liquiditätsengpässen gestellt werden, die aufgrund negativer Folgewirkungen der Corona-Krise vom 29. Februar 2020 bis 30. Juni 2021 entstehen.

Weiteren Informationen zum Mittelstandssicherungsfond und die Antragsunterlagen finden Sie unter diesem Link.

Eine Übersicht und weitere Informationen zu den Hilfsangeboten der IB.SH finden Sie auf deren Internetseite unter diesem Link.

Kurzarbeitsgeld

Ansprechpartnerin bei der Arbeitsagentur Norderstedt ist:

Marlies Rathsack
Berufsberaterin
Telefon 040 52652 103
marlies.rathsack@arbeitsagentur.de

Zuständig für das Kurzarbeitsgeld, bei dem der Lohn anteilig zu 60% (bzw. 67% mit Kind) fortgezahlt wird, ist die Bundesagentur für Arbeit. Es gibt eine Hotline für Fragen unter Telefon 0800 4 5555-20 (Arbeitgebende) bzw. Telefon 0800 4 5555-00 (Arbeitnehmende), die von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 18:00 Uhr besetzt ist.

Weitere detaillierte Informationen von der Arbeitsagentur gibt es unter diesem Link.

Kredite und Bürgschaften

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB-SH) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben zusammen mit der Hausbank des Unternehmens Kredite und Bürgschaften zu Sonderkonditionen. Die Anträge an IB-SH und KfW stellt die Hausbank. Es gibt bei der KfW unter Telefon 0800 539 9000 eine spezielle Corona-Hilfe-Hotline.

Weitere Informationen wie eine Liste über Kreditinstitute, die Möglichkeit, Fragen per Mail zu stellen oder sich zum Newsletter mit aktuellen Entwicklungen anzumelden, finden Sie unter diesem Link.

Steuerliche Hilfsmaßnahmen

Das Bundesfinanzministerium hat steuerliche Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu gehören die Stundung von Steuerzahlungen, die Anpassung von Vorauszahlungen sowie die Aussetzung von Vollstreckungen.

Für die Gewerbesteuer ist die Stadt Norderstedt zuständig.

Telefon 040 53595 344
Fax 040 53595 632
buchhaltung@norderstedt.de

Im Übrigen sind die zuständigen Finanzämter für die Gewährung der Hilfsmaßnahmen berechtigt.

Für Norderstedt ist dies das Finanzamt Bad Segeberg, welches Sie unter der Telefonnummer 04551 54-0 oder per E-Mail an poststelle@fa-bad-segeberg.landsh.de erreichen.

Weitere Informationen vom Bundesfinanzministerium gibt es unter diesem Link.

Beteiligungskapital für Start-Ups und kleine Mittelständler

Zur Überwindung der Corona-Krise können Start-Ups und kleine Mittelständler aus Schleswig-Holstein mit einem Gruppenumsatz bis 75 Mio. € seit dem 16. Juni 2020 aus dem Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein bis zu 800.000 € Eigenkapital in Form von stillen und offenen Beteiligungen beantragen. Gefördert werden alle bilanzstärkenden Maßnahmen insbesondere zur Stärkung der Eigenkapital-Ausstattung und zur Liquiditätssicherung.

Für das Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein steht ein Volumen von insgesamt 15 Mio. € bereit. Es wird zu 70% vom Bund/KfW und zu 30% von der MBG finanziert. Dabei übernimmt das Land eine Garantie von 20%.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH unter diesem Link.